Neu und zugleich bekannt ist das neue Album von Tuaregrocker Mdou Moctar: "Tears of Injustice". Dazu hat er die wütenden, fast schon punkigen Stücke des Vorgängeralbums "Funeral for Justice" von 2024 umgearbeitet. Das Ergebnis ist hypnotisch und meditativ. Moctars Zorn über die Situation der Tuareg und seine Sorge rund um den Militärputsch in seiner Heimat Niger haben damit eine andere, reduzierte Form gefunden. "Tears of Injustice" ist fast in einer Art rituellem Jam mit seiner Tour-Band entstanden, zusammen in einem Raum: Binnen 2 Tagen war alles im Kasten. Die Trauer und Schwere der Texte von Mdou Moctar bleibt - aber die Musik scheint zu fliegen. Außerdem an der grenzenlosen Hörbar: der Swing von Monsieur Periné, die Crossover-begeisterte Schäl Sick Brass Band, cooler NuJazz von Beady Belle - und viel anderes mehr.

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