Schwarz-weiß-Foto mit Fachwerkhäusern an einem Platz, davor liegt ein Brunnen.

Mit diesen Bildern unternimmt man eine Reise durch die Zeit: Der ausgebildete Lithograph hatte Mitte des 19. Jahrhunderts an der Städel-Abendschule studiert, als Fotograf zunächst Portraits angefertigt, dann aber schnell gemerkt, dass es einen Markt für Stadtansichten gibt:

Mit damals brandneuer Technik und großem Aufwand hat Mylius Häuser für ihre Besitzer fotografiert - und schließlich fast die ganze Innenstadt. Selbst Frankfurter erkennen ihre Stadt nicht wieder: Der große Turm des Dom hatte eine runde Spitze, der Römer keinen Balkon, das Mainufer einen flachen Strand, die Altstadt war dicht verbaut, die Judengasse noch intakt - alles durch lange Belichtungszeiten so gut wie menschenleer.

Auch wenn jeder weiß, dass es die "gute alte Zeit" so nie gab, ein bisschen sehnt man sich vielleicht doch danach. Es wirkt alles so ruhig und harmonisch. Aber das ist genau die Kunst von Carl Friedrich Mylius, der ein Meister seines Handwerks war.

Sehen Sie hier eine Bildergalerie einiger Fotografien aus der Ausstellung

Frankfurt forever!
Fotografien von Carl Friedrich Mylius
bis 1. Juni 2025 im Städel Museum Frankfurt

Sendung: hr2-kultur, 14.2.2025, 7:30 Uhr

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