Der Run auf kirchliche Schulen in Deutschland ist seit Jahren ungebremst – und das, obwohl die Kirchen immer weniger Mitglieder haben. Trotz allem sind viele dieser Privatschulen nun von der Schließung bedroht.

Mehr als 500.000 Schülerinnen und Schüler besuchen in Deutschland Privatschulen in Trägerschaft religiöser Gemeinschaften. Rund zwei Drittel davon sind katholisch. Auch wenn den Kirchen die Mitglieder davonlaufen, der Run auf kirchliche Schulen wie die evangelische Grundschule in Oberissigheim bei Hanau oder das katholische Gymnasium in Königstein im Taunus ist ungebremst – auch bei Eltern, die wenig mit Kirche zu tun haben.

Und doch sind etliche dieser Schulen von einer Schließung bedroht. Einerseits fehlt den Kirchen das Geld, um die Schulen finanziell zu unterstützen; andererseits fragen sich Kirchenleitungen, ob es sich noch lohnt, Schulen zu betreiben, wenn weniger als die Hälfte der Schülerschaft Mitglied einer Kirche ist.

Ein Beitrag von Michael Hollenbach.

Die Sendung "Camino" finden Sie hier auch als Podcast.

Sendung: hr2-kultur, "Camino", 06.04.2025, 11:30 Uhr.

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